22.04.2013

Wann braucht ein Säugling einen Kinderpsychiater?


Heute verfügen Säuglinge unbestrittenermassen nicht nur über einen Körper sondern über eine Seele, einen Geist und Emotionen. Deswegen legt man zunehmends Wert auf Frühintervention und -prävention im Bereich der frühkindlichen Gesundheit und Entwicklung.

Es gibt viele Symptome, aufgrund derer Eltern einen Kinderpsychiater aufsuchen. Dies sollte jedoch erst nach Rücksprache mit dem Kinderarzt geschehen, damit dieser eine körperliche Ursache ausschliessen kann. Zu den Symptomen, die ein Kinderpsychiater näher untersuchen sollte, gehören: Ein- und Durchschlafstörungen, Appetitverlust, unkontrolliertes Weinen, extreme Anhänglichkeit, exzessive Trennungs- oder Fremdenangst, fehlende Interesse an altersgemässenen Aktivitäten, vermeiden von Blickkontakt; wobei diese Aufzählung nicht vollständig ist. Es ist jedoch ebenso wichtig, dass die Eltern ihrerseits ihr eigenes Leiden ernst nehmen und einbringen. Denn das ausgeprägte Empfinden von Angst, Unsicherheit, Zweifel, Hilflosigkeit, Enttäuschung oder Wut kann Grund genug sein für eine Konsultation des Kinderpsychiaters. Diese Form der Frühintervention benötigt häufig nur wenige Gespräche und wirkt sich ausgesprochen förderlich auf die Entwicklung des Kindes, das Wohlbefinden der Eltern und die auf die Harmonie im Familienleben aus.


Dr. med. Nathalie Lutz
FMH Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Grenzacherstrasse 28
4058 Basel

MEDGES INTERN


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