15.04.2013

Bewegung im Alltag der Kinder


 

Lead: Jedes fünfte Kind klagt über gelegentliche oder chronische Rückenschmerzen. Über 20% der Kinder in der Schweiz sind übergewichtig.

 

 

Immer mehr Kinder begegnen uns übergewichtig, ungeschickt und scheitern an leichten Bewegungsaufgaben wie dem Hampelmann oder Purzelbaum. 

Die Reife des Kindes muss stets berücksichtig werden, um Schäden zu vermeiden. Doch eine bestimmte Bewegung ist für Knochen und Bänder auch abnehmend belastend, wenn Geschicklichkeit durch Übung („Learning by doing“) grösser wird. 

Die Ursachen der Erwachsenenkrankheiten Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Haltungsschwächen und Osteoporose liegen in der Kindheit. Genügend Bewegung und eine gesunde Ernährung helfen hier vorzubeugen.  Wir Kinder- und HausärztInnen sind aufgefordert zu animieren: Regelmässige, kindgerechte Bewegung kann helfen, dass Kinder (mit ihren Eltern) gesund aufwachsen und sich psychisch und sozial gut entwickeln.

 

Wohnraum als Bewegungsraum

 

  • Montieren Sie ein Klettertau, eine Strickleiter, ein Kletternetz an der Decke oder Klettergriffe an der Wand.
  • Zeigen Sie ihrem Kind, wie es mit einem Federballschläger zwei Ballone in der Luft halten kann
  • Üben sie mit Ihrem Kind jonglieren, zu Beginn noch mit Chiffontüchern, später Bällen.
  • Erlauben Sie Ihrem Kind, in der Wohnung mit einem Softball zu spielen
  • Ein Springseil hilft beim Üben von Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer.
  • Legen Sie ab und zu eine Matratze auf den Boden und lassen Sie Kinder Kunststücke ausprobieren. Rollen, Kopfstand etc. machen Spass!


Im Aussenraum

 

Auch draussen sind motorische Herausforderungen gefragt: Gummitwist, Schwungseile, Federbälle, Jongliermaterial, Pedalos, grössere Trampoline, Klettermöglichkeiten – für jedes Budget und jeden Platz gibt es Ideen ohne Grenzen. Wie häufig steckt doch der Teufel im Detail! 

Dr. med. Cyril Lüdin, Muttenz
www.eltern-kind-bindung.net

 

MEDGES INTERN


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